
Unsere Reise begann am 29. April 2026 frühmorgens um 4:15 Uhr mit dem Taxi-Transfer zum Flughafen, von wo aus wir über Frankfurt nach Larnaka flogen. Nach der Landung um 15:50 Uhr und dem Zusammentreffen unserer 11-köpfigen Reisegruppe fuhren wir zu unserem Hotel in Nikosia. Den ersten Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Essen mit griechischem Salat und einem typischen Nudelauflauf mit Zimt ausklingen.



Am zweiten Tag erkundeten wir die einzige noch geteilte Hauptstadt der Welt zu Fuß und spazierten entlang der Demarkationslinie. Im Zypern-Museum bewunderten wir außergewöhnlich gut erhaltene Kunstschätze vom Neolithikum bis zur byzantinischen Zeit. Nach einem Kaffee am Checkpoint zum türkischen Teil besichtigten wir die prachtvollen Fresken der Agios-Ioannis-Kathedrale, in der striktes Fotoverbot herrschte. Den Nachmittag nutzten wir für die Auffahrt zum Shakolas-Turm, der uns einen Rundblick über ganz Nikosia bot, bevor wir den Tag bei Live-Musik in einer Taverne beendeten.





Wegen der Verkehrslage änderten wir am dritten Tag die Reihenfolge des Programms und besuchten im türkisch besetzten Nordteil der Insel zuerst die Hafenstadt Kyrenia (Girne). In der mächtigen Festung beeindruckte uns besonders das Schiffswrackmuseum mit einem antiken Handelsschiff aus dem 4. Jahrhundert v. Chr..





Danach genossen wir die friedliche, romantische Stimmung der gotischen Klosterruine Bellapais.




Den Abschluss bildete der Nordteil Nikosias mit der Besichtigung der Karawanserei Büyük Han und der ehemaligen Sophienkathedrale, die heute eine Moschee ist.




Der vierte Tag führte uns optional in den Osten, wo wir die „Geisterstadt“ Varosha besuchten, ein seit 1974 verlassenes Viertel, das erst 2020 durch Erdogan wieder teilweise geöffnet wurde.



In der Altstadt von Famagusta sahen wir den Othello-Turm und die zur Moschee umgewidmete Nikolaus-Kathedrale (leider nur von außen).



Nach einem Mittagessen erkundeten wir die weitläufige Ausgrabungsstätte von Salamis mit ihren römischen Bädern. Die Tour endete am Barnabas-Kloster.


Am fünften Tag reisten wir bei strömendem Regen ins Troodos-Gebirge, das grüne Herz der Insel. In Galata besichtigten wir die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Scheunendachkirchen Archangelos Michail und Panagia Podithou, die für ihre italienisch-byzantinischen Wandmalereien berühmt sind.

Wir gingen durch Kakopetria spazieren, das entlang dem Tal der beiden Bäche liegt, wobei sich das neue Kakopetria mit seinen großen, modernen Häusern im östlichen Teil des Tales befindet. Das alte, denkmalgeschützte Kakopetria liegt westlich zwischen den zwei Bächen. Die Straßen sind eng und steil, die Häuser haben Steinfundamente und lehmverputzte Mauern. Sie stammen zumeist aus dem 18./19. Jahrhundert und wurden mit staatlicher Unterstützung renoviert. Die Dächer der Häuser sind (zumeist) mit runden Dachziegeln gedeckt und fast alle Häuser haben ein Obergeschoss und einen (teilweise kunstvoll geschnitzten) Holzbalkon. Dort gab es zu Mittag auch typisch zyprische Mezes.



Zudem bewunderten wir die Fresken von Nikolaus tis Stegis, der Kirche zu Ehren des „Heiligen Nikolaus vom Dach“. Nach einem kurzen Stopp an einem Obststand für Erdbeeren und Nüsse erreichten wir direkt unser neues Quartier, das Harmony Bay Hotel in Limassol.


Trotz weiteren Regens besuchten wir am sechsten Tag Paphos, beginnend mit dem Höhlenkloster des Heiligen Neofytos.


Dann ging es weiter und wir erkundeten die imposanten Königsgräber, die direkt am Meer liegen.


Nach einem kleinen Imbiß besichtigten wir die weltberühmten römischen Bodenmosaiken, die auf über 10.000 qm Mythen wie die von Dionysos erzählen.





Den späten Nachmittag verbrachten wir in der Marina und der Altstadt von Limassol bei Kaffee, Bier und Moussaka.


Da unsere geplante Bootstour am siebten Tag wegen hohen Seegangs abgesagt werden musste, erlebten wir eine herzliche Alternative bei der Familie von Sofia und Andreas. Wir schauten beim traditionellen Brotbacken im Lehmofen zu und verkosteten frischen Halloumi-Käse.

Danach spazierten wir im Nationalpark zu den „Bädern der Aphrodite“.


Auf dem Rückweg hielten wir am legendären Aphrodite-Felsen Petra tou Romiou zu einem Picknick mit Ouzo und Commandaria-Wein.

Am achten Tag besuchten wir das Heiligkreuzkloster im charmanten Weindorf Omodos.

Weinndort? Dann gibt es doch bestimmt eine Weinprobe!

Danach führte uns die Fahrt zum Kloster Kykkos. Unterwegs machten wir einen Fotostopp an an einer mittelalterlichen Brücke.



Das reiche Kloster Kykkos ist für seine wertvolle Marienikone bekannt ist.

Die heilige Großfamilie: Anna und Joachim, die Eltern von Maria, mit Maria und Josef und Jesus…



Auf dem 1.800 Meter hohen Troodos-Platz wurden wir überraschend von Schnee empfangen. Den Abend verbrachten wir bei einem hervorragenden Fisch-Essen im „Ocean Basket“.

Unser neunter Tag begann in veränderter Reihenfolge mit der Johanniter-Festung Kolossi, einstigem Zentrum der Zucker- und Weinproduktion.


Danach besuchten wir den nachhaltigen Öko-Garten von Christos in Episkopi, wo wir selbstgemachte Limonade und hausgemachte Marmeladen probierten. Den kulturellen Höhepunkt des Tages bildete die antike Stätte von Kourion mit ihrem Theater hoch über dem Meer.



Den Abschluss unserer Reise feierten wir mit einer traditionellen Meze bei einer einheimischen Familie in Apsiou.
Am zehnten Tag traten wir nach dem Frühstück die Rückreise an. Wir ließen uns zum Flughafen Larnaka bringen und flogen über Frankfurt zurück nach Deutschland, erfüllt von den Eindrücken einer 10.000-jährigen Geschichte.